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"... Sie haben ihre
Lebensleiter an die Wand Gottes angelegt." |
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Die Hl.-Geist-Kirche war an diesem frühen Abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele Besucher mussten sogar stehen, als Pfarrer em. Franz Lutum den Festgottesdienst anlässlich seines 50jährigen Priesterjubiläums zelebrierte. Konzelebranten waren (von links): Pfarrer em. Josef Hellman, Pfarrer Christoph Rensing, Pfarrer em. Bernhard Kösters, Pfarrer Egidiu Condac (Caritasdirektor in Rumänien), Vicarius Kooperator Vacilica Pana aus Elte und Pfarrer Ulrich Derstappen aus Rosendahl.
Die Organisatoren des Jubiläumsgottesdienstes brachten es auf den Punkt: |
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In diesem Zusammenhang verwies er darauf, dass unter der gegenwärtigen Wirtschaftskrise besonders die osteuropäischen Länder zu leiden hätten. Sie seien dringend auf unsere Hilfe angewiesen. Diese Hilfe zu organisieren sei ihm ein großes Anliegen. Er habe dabei viel Unterstützung aus der Gemeinde bekommen. Dafür sage er ganz herzlich Dank allen, die ihm geholfen und seine Projekte auch finanziell mitgetragen hätten. Während sich früher die Hilfe mehr auf Polen konzentriert habe, unterstütze man in den letzten Jahren verstärkt Hilfsprojekte in Rumänien und Tansania. Mit der Hoffnung, dass er auch weiterhin mit der Unterstützung für seine Projekte rechnen könne, beendet Pfarrer Lutum seine Ausführungen. |
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Wie oben schon erwähnt, feiert die kath. Kirche am 02. Februar das Fest Maria Lichtmess. Es ist guter Brauch, dass im Gedenken an die Bedeutung dieses Festes Kerzen geweiht werden. Bei seinem Jubiläumsgottesdienst nimmt Pfarrer Lutum die Segnung der Kerzen vor. |
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Nach der Kerzenweihe tragen Jugendliche zur Einführung in den Gottesdienst den folgen Text vor: Liebe Festgemeinde, sehr geehrter Herr Pfarrer Lutum.
Bei der Vorbereitung des
heutigen Festgottesdienstes haben wir als Symbol bzw. als Überschrift das
Stichwort Leiter in den Mittelpunkt gestellt. Dabei dachten zunächst viele
an die große und gefährliche Leiter, auf die Sie unzählige Male geklettert
sind, wenn es um das Aufhängen der Gardinen oder des Adventskranzes ging.
Hier haben Sie sicherlich so manches Mal Ihren Schutzengel überstrapaziert.
Doch dieser Gedanke allein reicht nicht aus. Schauen Sie bitte alle einmal
auf das auf ihrem Liederzettel abgedruckte Bild und stellen wir uns vor, das
Leben selbst wäre eine Leiter. Jede Sprosse bringt uns ein Stück weiter auf dem Lebensweg. Nun ist es ganz entscheidend, die Leiter unseres Lebens an die richtige Wand anzulegen. Wer die Leiter – wie Sie, Herr Pfarrer Lutum - an die Wand Gottes angelegt hat, der wird oben auf der letzten Sprosse über die Kante hinausschauen und feststellen, dass es mit Gott weitergeht. Gott zu lieben, ist eben nicht eine Entscheidung neben vielen anderen, wie etwa "ich höre lieber diese oder jene Musik", ... oder ... "ich finde im Fitnessstudio meinen Platz, aber auch im Karnevalsverein". Gott zu lieben ist eine grundlegende Entscheidung, die Entscheidung, die Lebensleiter nur an die Wand Gottes anzulehnen. Die vordergründige Wand ist nicht das Letzte, sondern der Weg führt nach dem Aufstieg weiter. Verheerend, wer auf der letzten Sprosse erst feststellt, er hat seine Leiter ein Leben lang an die falsche Wand angelegt. Der Weg führt nicht weiter. Alles war umsonst. Was er meinte, aufgebaut zu haben, stürzt irgendwann in sich selbst zusammen. Wer sein Leben mit der Überschrift "Gott lieben" versieht, ist auf der richtigen Leiter unterwegs. Die Sprossen tragen vielleicht Namen wie "auf seine Stimme hören", "an ihm festhalten", "bei ihm bleiben, auch wenn es beschwerlich ist", "Jesus folgen". |
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| Auch im Kyrie,
das von Jugendlichen vorgetragen wird, wird das Thema "Leiter"
aufgegriffen. Es heißt dort: Wir alle, Herr, wissen, dass man die Leiter nicht an zwei Wänden gleichzeitig anlehnen kann. Und doch…, versuchen wir nicht manchmal, das Unmögliche zu realisieren?
Wir stellen die Leiter an Gott an und hangeln uns doch zwischenzeitlich zur anderen Seite. Wir wollen Gott dienen und dienen oft in erster Linie uns selbst.
Wir wollen unser Haus auf Gott bauen. Wenn wir aber beruflich oder privat den Boden unter den Füßen verlieren, glauben wir manchmal, uns nicht auf das tragende Fundament Gottes verlassen zu können. Wir bleiben innerlich obdachlos, statt dem Fundament Gottes zu trauen. |
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| In den von den
Kindern gesprochenen Fürbitten heißt es: Herr,
du begleitest jeden von uns auf seinem ganz persönlichen Weg. Zeige allen Menschen, die sich auf Abwegen befinden, den rechten Weg. Herr, es ist eine Bereicherung, dir und der Kirche zu
dienen. Stärke alle Priester, ihrer Berufung auch in der
heutigen Welt zu folgen. |
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Das Vaterunser wird zusammen mit dem Chor und den Solistinnen gesungen, wobei die Gemeinde den Refrain übernimmt. |
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Während die Erwachsenen kommunizieren, segnet Pfarrer Christoph Rensing die Kinder aus dem Kinderchor von Hl. Geist. |
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Viele Gottesdienstbesucher und wohl
auch Pfarrer Lutum haben sich bestimmt schon während des Gottesdienstes
gefragt: "Was soll eigentlich dieses mit einem Tuch verdeckte Gebilde, das
da auf einem Tisch beim Chor steht?" |
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| Hier der Text,
den Mitglieder des Jugendchores bei der Geschenkübergabe vortragen.
Sehr geehrter Herr Pfarrer Lutum, wir, die Chöre, die Messdiener und die Leiterrunde aus dem Pfarrbezirk Hl. Geist/St. Konrad sowie die Mitglieder der Bigband des AJG, die wir wohl mit Blick auf unsere Großgemeinde St. Marien am häufigsten in all den Jahren mit Ihnen zu tun gehabt haben, möchten Ihnen vor dem Schlusslied mit einem kleinen Geschenk – passend zum Thema des Gottesdienstes – und mit einem kleinen Gedicht Danke sagen. Diese Lebensleiter, die Bildcollage und die Kerze mögen dazu beitragen, dass Sie uns jederzeit in guter Erinnerung behalten. |
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Das Leben gleicht der Leiter,
Die Leiter ist das Leben,
Die Jahre sind die Sprossen,
Du hast’s bestimmt erfahren,
Du bist schon weit gekommen.
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Hast du auch manchmal müde
Beine.
Auch wenn’s beginnt zu
wanken,
Das Leben gleicht der Leiter,
Die Leiter hat ein Ende.
Doch langsam an, noch ist nicht Schluss, noch geht es immer weiter auf deiner Lebensleiter, für heute, das ist allen klar, da wird gefeiert, wunderbar.
Bleib wie du
bist, wir fänden´s gut Gottes Segen, Gesundheit und nur das Allerbeste. |
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Noch ist die Feier nicht zu Ende. Die Organisatoren möchten sich noch bedanken bei der " wohl wichtigsten Frau" im Leben des Jubilars. Das ist zweifellos seine Haushälterin Frau Mersmann. |
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Sie bekommt als Dankeschön einen ganz speziellen Toaster für die Pfarrhaus-Küche, einen "Gebetstoaster" sozusagen. Das Geschenk wird von Dorothee und Anna mit folgenden Worten überreicht:
Dorothee
Anna
Hannah |
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Ein Bericht über diesen
außergewöhnlichen Gottesdienst wäre unvollständig, hätte man nicht die
großartige Leistung der Hl.-Geist-Chöre unter der bewährten Leitung von
Clemens Gilhaus erwähnt. Dabei verdienen die Solistinnen eine besondere
Anerkennung. Alle haben ihr Bestes gegeben, um dem Jubiläumsgottesdienst
ihres verehrten Pfarrer Lutum einen würdigen Rahmen zu geben. |
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Zum Schluss sei dem Verfasser
dieses Berichtes noch gestattet, Pfarrer Lutum zu seinem Goldenen
Priesterjubiläum von dieser Stelle einen ganz herzlichen Glückwunsch
auszusprechen: |
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