"Sie gehört zu Marien..."
Christel Wilp nach 33 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

 

So viele Gottesdienstbesucher wie am Sonntag, 07.11.2010,  um 10.30 Uhr sind in der Marienkirche nicht so häufig. Dass an diesem Tag die Messfeier so gut besucht war, hatte einen guten Grund:
Christel Wilp, langjährige Sekretärin unserer Pfarre, wurde nach 33 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Neben Pfarrer Christoph Rensing, Pfarrer Norbert Weßel und  Kaplan Clemens Lübbers war auch Pfarrer Otto Goeke, der Vorgänger im Amt  von Pfarrer Christoph Rensing,  beim Gottesdienst dabei, um seiner ehemaligen Angestellten auf diese Weise zu danken für die 25jährige gute Zusammenarbeit.

Von links: Kaplan Clemens Lübbers, Pfarrer Otto Goeke, Pfarrer Christoph Rensing, Pfarrer Norbert Weßel

In seinen einleitenden Worten begrüßt Pfarrer Christoph Rensing ganz besonders Christel Wilp und ihre Familie und zeigt sich erfreut, dass Pfarrer Otto Goeke zu diesem besonderen Anlass aus Haltern angereist ist.

"Man kann sich auf sie verlassen, und sie ist nicht `quatschig´!", stellt er dann gleich zu Anfang seiner Ausführungen zwei wichtige Eigenschaften seiner ehemaligen Mitarbeiterin heraus.
Man merke ihr an, dass sie gerne mit Menschen zu tun habe. Ein großer Vorteil sei gewesen, dass sie (fast) alle Gemeinde-mitglieder aus dem Pfarrbezirk St. Marien gekannt habe. Sie habe ihre Arbeit im Pfarrbüro mit Freude gemacht, und diese Freude habe ausgestrahlt nicht nur auf die Mitarbeiter, sondern auf alle, die das Pfarrbüro aufgesucht hätten. Und das seien sehr viele unterschiedliche Menschen gewesen mit ganz unter-schiedlichen Anliegen. Bei all ihrer Arbeit im Pfarrbüro habe sie ihre Familie nicht vernachlässigt. Sie habe ihr Christsein nicht nur als Pfarrsekretärin gelebt, sondern auch in der Öffentlichkeit:

"Dass Sie in dem Lebensabschnitt, der ab jetzt vor ihnen liegt, noch viel Freude haben mögen, das wünsche ich Ihnen nicht nur im Namen des Seelsorgeteams, sondern im Namen der ganzen Gemeinde. Danke und Vergelt`s Gott."

Viele Gemeindemitglieder sind der Einladung Pfarrer Rensings in die Arche gefolgt, um sich nach dem Gottesdienst persönlich von Christel Wilp zu verabschieden.

 
 

Viele Hände muss Christel Wilp an diesem Tag schütteln und viele Präsente in Empfang nehmen. Sie tut es mit großer Freude. Dass St. Marien eine sangesfreudige Gemeinde ist, stellen die Gäste mit dem Kanon "Viel Glück und viel Segen" unter Beweis. Dirigent ist Pfarrer Christoph Rensing.

C   charmant, christlich, charismatisch
H   hilfsbereit, herzlich
R   Retter in der Not, ruhender Pol
I   interessiert, informiert
S   Seele des Pfarrbüros, sympathisch
T   temperamentvoll, taktvoll
E   einfühlsam, energisch
L   lokale Größe in St. Marien, liebenswürdig
     
W   weitsichtig, weltoffen
I   immer da, wenn man sie braucht
L   lebensklug, lustig
P   Pastors Stütze, prima Kumpel
     

Mit der Beschreibung ihrer besonderen Eigenschaften drücken Christel Starp, Vors. des Pfarrgemeinderates, und Silvia Albers, stellv. Vorsitzende des Kirchenvorstandes, aus, welche Wertschätzung Christel Wilp entgegengebracht wurde und wird.

 
 

Pfarrer Otto Goeke, unter dem Christel Wilp 25 Jahre im Pfarrbüro gearbeitet hat, stellt fest, dass seine ehemalige Mitarbeiterin immer eine gute Botschafterin für die Gemeinde gewesen sei. Pfarrbüro, Christel Wilp und Gemeinde seien eine Einheit gewesen. Sie kenne sich aus in der Pfarre und sei immer offen gewesen für die Anliegen der Menschen, die zu ihr gekommen seien. Er habe die 25 Jahre mit seiner Mitarbeiterin im Pfarrbüro als tolle Zeit empfunden: "Dafür bedanke ich mich heute und an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich," fügt er ergänzend hinzu..

Zum Abschied tragen Lena Schnellhardt, Johannes Fastermann und Hannes Plagge das "Christel-Verabschie-dungslied" vor. Der Text geht so:

Christel-Verabschiedungslied
(Melodie: Er gehört zu mir...)

 

Sie gehört Marien, und wir lassen sie nicht zieh`n.
Und ich weiß, sie bleibt hier!

Nie vergessen wir ihren ersten Tag,

als Pfarrer Barthel sie zur Arbeit bat.

War es wahre Liebe,

die niemals geht?

Oder war`s die Arbeit, zu der sie gern geht?!

 

Sie gehört Marien, und wir lassen sie nicht zieh`n.
Und ich weiß, sie bleibt hier!

Kurz vor Weihnacht sagte sie dann Ja.

Sie blieb dann 33 Jahr`.

Steht es in den Sternen,

was die Zukunft bringt?

Oder muss sie lernen, 
              dass das Leben jetzt neu beginnt?!

 

Nein, es wurde ihr nie leicht gemacht.
Mehr als einmal hat sie sich gefragt:

 War es nur die Arbeit, zu der sie gern geht,

oder die Liebe zur Gemeinde, die niemals vergeht?

Sie gehört Marien, für immer zu uns.

 

Sie gehört Marien, und wir lassen sie nicht zieh`n.
Und ich weiß: Sie bleibt hier!

Sie gehört Marien!!!