Exerzitien im Alltag

Die "Ahnfrauen im Stammbaum Jesu" waren das beherrschende Thema der Exerzitien im Alltag, die von Sonntag, 04.12. bis Donnerstag 08.12.2011 jeweils um 21.00 Uhr in der Krypta der Marienkirche für die Emsdettener Christen stattfanden.

 

1. Abend: Tamar

Am ersten Abend wurde zu Beginn der Stammbaum Jesu aus dem Matthäusevangelium vorgetragen.

Daraufhin wurde das Leben der Ahnfrau Tamar vorgestellt. Sie war Witwe und kinderlos  und, da ihr Schwiegervater Juda sie nicht wieder verheiratete, verführte sie ihn, als Dirne verkleidet, und wurde schwanger. Nun musste Juda für sie aufkommen. Sie bekam Zwillinge, nämlich Perez und Serach.

1.Mose 38,1ff

 

 

2. Abend: Rahab

Josua, Sohn Nuns, schickte Spione nach Jericho, um das Land auszukundschaften. Sie fanden im Hause Rahabs Unterkunft. Doch dem König von Jericho wurde Meldung gemacht, dass Spione im Hause Rahabs seien. Rahab versteckte die Spione Josuas auf dem Flachdach ihres Hauses unter Flachsstängel und schickte die Boten des Königs in die Irre. Dann machte sie einen "Deal" mit den Spionen, dass im Falle eines Überfalls auf die Stadt sie und ihre Familie verschont bleiben sollten. Und so geschah es auch.

Josua 2,1

 

 

3. Abend: Rut

Eine Hungersnot zwang Elimelech und seine Frau Noomi mit ihren beiden Söhnen aus ihrem Land in das grüne Nachbarland Moabs zu ziehen. Dort starb Noomis Mann Elimelech,  und sie blieb mit ihren beiden Söhnen zurück. Diese nahmen sich moabitische Frauen, Orpa und Rut. Dann starben auch die Söhne ohne Nachkommen zu hinterlassen. So blieb die Witwe Noomi mit ihren beiden Schwiegertöchtern allein zurück. Sie wollte die jungen Frauen freigeben und zu ihren Familien zurückschicken. Sie selbst aber wollte wieder zurück in ihr Land gehen.

Die eine Schwiegertochter ging zurück zu ihrer Familie, doch Rut, die andere Schwiegertochter, wollte Noomi nicht allein gehen lassen. „Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott …“ So gingen die beiden Frauen gemeinsam. Die Treue Ruts  wird belohnt. So findet sie in Boas, einem Verwandten ihres Schwieger-vaters,  einen neuen Mann, und ihre und Noomi´s Leben ist gesichert. Sie schenkt einem Sohn das Leben, sein Name ist Obed. Er ist der Großvater Davids und somit auch mit Jesus verwandt.

Rut 1

 

4. Abend: Batseba

König David stand in der Abenddämmerung auf dem Flachdach seines Königspalastes und sah eine junge, hübsche Frau, Batseba, die badete.
Er nahm sie sich, und sie wurde schwanger. Batseba war aber die Frau des Soldaten Urija. König David schickte Urija an die Front, wo er umkam. Batseba nahm er sich zur Frau. Dem Herrn aber missfiel, was David getan hatte, und so starb der gemeinsame Sohn.
Batseba wurde erneut schwanger, sie gebar wieder einen Sohn, Salomo. Dieser wurde später Nachfolger Davids  auf dem Thron.

2.Samuel 11

 

5. Abend: Abschlussgottesdienst - Unbefleckte Empfängnis Marias

Eine alte Freskomalerei (um 1305) zeigt die Eltern Marias, Joachim und Anna, beim zärtlichen Kuss. Beiden  hatte ein Engel, unabhängig voneinander, die Geburt eines Kindes zugesagt. Und so sprach Gott sein Wort in die große Liebe von Joachim und Anna hinein, und Anna wurde schwanger und gebar eine Tochter,  Maria. Denn Gott hatte Maria erwählt, die Mutter seines Sohnes zu sein.

Als später auch ihr ein Engel die Botschaft bringt, sie werde ein Kind bekommen, der  „Sohn des Höchsten" genannt werden würde, erschrickt sie und kann nicht verstehen. Doch sie sagt ihr „Ja“ dazu, und so wird Gottes Wort durch Maria in diese Welt hineingeboren. Ein schöner Abschlussgottesdienst rundete die gemeinsamen Exerzitientage ab.


Aus dem Leben der Hl. Maria (Heiligenlexikon)

Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer der "Exerzitien im Alltag" die Themen der einzelnen Abende.

 

Vielen Dank für die gute Vorbereitung und Gestaltung der einzelnen Abende an  Christa Bockholt, Maria Drauschke, Daniel Heuel, Doris Leißing, Bärbel Wessling und Pfarrer Norbert Wessel!

Marion Plagge