"Wir feiern heut` ein Fest ..."
Der Kindergarten St. Marien feierte mit der ganzen Gemeinde am 23.05.2011 den Familiengottesdienst als großes Marienfest

 

Während der vergangenen Wochen haben sich die Kinder unter der Anleitung ihrer Erzieherinnen intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Die heilige Maria, die Mutter Jesu, stand im Mittelpunkt eines Projektes, bei dem es darum ging, die Bedeutung Marias für die Christen in der Welt herauszuarbeiten. "Unsere Einrichtung trägt ihren Namen, und auch unsere Pfarrkirche heißt so", schrieben die Erzieherinnen in ihrem Beitrag zum Osterpfarrbrief, wo sie auf dieses Projekt hinwiesen. Mit den Kindern stellten sie sich die Frage, wie Maria wohl ausgesehen haben mag: Hatte sie kurze oder lange Haare, welche Kleidung trug sie und welches Leben hat sie damals mit ihrer Familie geführt?
Über all diese Fragen haben die Kinder nachgedacht und die Ergebnisse ihrer Gedanken und Gefühle in ausdrucksstarken Zeichnungen dargestellt. Die Erzieherinnen hatten die Arbeiten der Kinder  im Chorumgang der Kirche zu einer Ausstellung angeordnet, so dass die Gottesdienstbesucher Gelegenheit hatten, sich selbst ein Bild zu machen. Im Gottesdienst trugen die Kinder in Texten und Liedern vor, was sie im Laufe des Projekts über Maria erarbeitet hatten.

 
 

Bevor der Gottesdienst beginnen kann, muss zuerst noch die Person, um die sich alles dreht, aus der Krypta geholt werden. Das ist gar nicht so einfach, wie man auf den Fotos erkennen kann, aber mit der Unterstützung von Pfarrer Weßel gelingt der Umzug dann doch ganz gut, und die heilige Maria kann von ihrem Ehrenplatz auf dem Chor am Gottesdienst teilnehmen. "Das hat ja schon mal prima geklappt", freuen sich die Erzieherinnen.

 
 
 

 

Die vor den Stufen des Chores aufgestellten Bilder aus dem Leben der heiligen Maria  sind zunächst noch mit einem Tuch verdeckt. Nacheinander werden die Tücher weggenommen. Dazu sprechen Kinder aus den einzelnen Kindergarten-Gruppen jeweils einen kleinen Text.

 

Diese Kinder warten darauf, dass sie ihre Blumen  überreichen können. Sie wollen die Gottesmutter damit besonders ehren. In einer kleinen Prozession bringen sie die Blumen zu Maria, wo die Erzieherinnen damit den "Maialtar" schmücken.

 


Maialtar: Die anwesenden Großeltern der Kinder erinnern sich sicher noch daran, wie sie vor vielen Jahren selber als Kinder zu Hause im Marienmonat Mai zu Ehren der Mutter Gottes einen Maialtar aufgebaut und mit Blumen geschmückt haben.

 
 
 

Schützend breitet Maria ihren Mantel aus über die Kinder. Im Liedtext, das die Kinder singen,  heißt es: "Liebe Mutter Gottes, jetzt ist Mai, da kommen alle Kinder mit Blumen herbei. Wir bringen sie dir und dem Jesuskind und bitten um Segen für alle, die hier sind."

 

Zum Vaterunser stehen alle Gottesdienstbesucher auf und reichen einander die Hände. So zeigt sich Gemeinschaft mit den Kindern und ihren Familien und mit der ganzen Gemeinde.

 
Im Gebet nach der Kommunion sprechen die Kinder:
 
Oh Maria, Mutter Gottes,
wir haben dich lieb,
wir sind deine Kinder;
deinen Segen uns gib.
Maria, wir Kinder
kommen gerne zu dir,
wir spüren deine Nähe,
darum sind wir heute hier.
Schütze alle deine Kinder
auf der großen, weiten Welt.
Lass uns niemals ganz alleine,
weil es uns bei dir gefällt.
 

Mit dem Schlusslied "Maria, breit` den Mantel aus ..." endet der Familiengottesdienst. Alle Teilnehmer der Feier sind danach noch in die "Arche" eingeladen, wo das Fest seinen Fortgang nimmt. Vorher schauen sich die Gottesdienstbesucher mit großem Interesse die Bilder der Kinder an, die im Laufe des Projektes entstanden und im Chorumgang ausgestellt sind.

 

Es bleibt noch Dank zu sagen an alle, die bei der Gestaltung dieses außergewöhnlichen  Familiengottesdienstes mitgewirkt haben. Dank und Anerkennung verdienen besonders die Kinder aus dem Kindergarten St. Marien und die Mitwirkenden des Kinderchores. Aber auch die Erzieherinnen haben ein dickes Lob verdient. Das Marienfest war ein großartiger Erfolg. Die Mühe und Arbeit hat sich gelohnt; das können die vielen Anwesenden bestätigen, die beim Gottesdienst die Kirche bis auf den letzten Platz füllten und auch später beim Fortgang des Festes auf dem Gelände der Arche dabei waren.

W. Schröder

 
Bilderausstellung

Rund um die "Arche"

Fotogalerie