|
Mit ihren jetzt fast 72 Jahren ist sie noch immer voll im Einsatz in einer ambulanten Krankenstation in der kleinen Ortschaft Oakford in der Provinz Natal, etwa 40 km entfernt von Durban, Südafrika. Anlässlich eines Heimaturlaubs im August/ September diesen Jahres, den sie bei ihren Geschwistern in Emsdetten verbrachte, berichtete Schwester Fedelia von ihrer Arbeit:
Nach unterschiedlichen Aufgaben, die ich in meiner Eigenschaft als Krankenschwester in den vergangenen Jahren an verschiedenen Orten in Südafrika wahrgenommen habe (unter anderem arbeitete ich 5 Jahre in Johannesburg in einem Hospiz für Aids-Kranke), bin ich nun schon seit einigen Jahren in einer ambulanten Tagesklinik in Oakford tätig. Die Menschen, die zu uns kommen, wohnen in der näheren und weiteren Umgebung unserer Einrichtung.
Es sind hauptsächlich Zulus. Unter unseren Patienten/innen sind allerdings auch Angehörige anderer Stämme, die aus verschiedenen umliegenden Ländern hierher gekommen sind, und Inder. Sie kommen zu uns mit allen möglichen Krankheiten und Beschwerden: Wir impfen, behandeln Tuberkulose und chronische Erkrankungen, versorgen Wunden und Knochenbrüche.
Ein anderer Schwerpunkt unserer Arbeit besteht in der Beratung im Zusammenhang mit Aids; HIV-Tests führen wir ebenfalls durch. Unsere HIV-Abteilung ist sehr beschäftigt. So beraten wir jeden Patienten, der über 15 Jahre ist und zu uns kommt, und fragen ihn, ob er sich auf HIV testen lassen möchte. Falls der Test positiv ausfällt, erklären wir den Betroffenen, wie sie am besten mit ihrer Situation umgehen sollen. Das Problem ist, dass viele der Patienten, die mit Beschwerden zu uns kommen, gar nicht wissen, dass die Ursache für ihre Erkrankung Aids ist. Wenn an Aids Erkrankte rechtzeitig zu uns kommen und wir sie mit Medikamenten behandeln, können wir die Krankheit zwar nicht heilen, aber ihren Verlauf aufhalten mit der Folge, dass sie noch ihrer Arbeit nachgehen und ihre Familien versorgen können. Aidskranke, die zu spät kommen, sind zu schwach, um noch arbeiten zu können. Sie haben daher kein Einkommen für sich und ihre Familien und müssen häufig hungern.
Das Los der Kinder, deren Eltern an Aids gestorben sind, ist sehr traurig. Wenn sie Glück haben, kommen sie bei Verwandten unter, wenn nicht, müssen die Aidswaisen in Heimen versorgt werden. Der Staat versucht zwar, in vielerlei Hinsicht zu helfen, aber es ist nie genug für alle da.
Wenn Sie spenden möchten:
Provinz der Dominikanerinnen Kto.-Nr: 40000934 Castellbank Würzburg, BLZ 79030001 Verwendungszweck: Für Schwester Fidelia |
|||||||