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Gut navigiert - Mit Gott auf Kurs? |
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"Nach 200 m rechts abbiegen - jetzt rechts abbiegen - dem Straßenverlauf 7 km
folgen - im Kreis die 3. Abfahrt nehmen..." - Das war schon recht
ungewöhnlich, was die Kirchenbesucher von der Computerstimme hörten, als sie
die Marienkirche am Samstag, den 30.10.2010 zum 17.00 Uhr-Gottesdienst
betraten. Und dann die Verkehrsschilder, die im Kirchenraum aufgestellt
waren! |
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Die wichtigste Frage wird erst ganz zum Schluss der Beratung geklärt: An welchem Satelliten wollen Sie sich denn orientieren? |
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In den Fürbitten wird das Thema Lebensorientierung ebenfalls aufgegriffen:
Meistens stellen wir unser Navi auf die Option
"Schnellste Route" ein, um möglichst ohne Zeitverlust unser Ziel zu
erreichen. Doch verlieren wir in diesem Modus nicht viele Dinge aus den
Augen, die links und rechts vom Wegesrand liegen? |
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Unser Alttag
ist häufig von Stress, Hektik und eingefahrenem Trott geprägt. Lassen wir
Gott überhaupt eine Chance, uns durch diesen Trubel hindurch
Orientierungshilfe zu geben? |
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Manchmal
kommen wir vom Weg ab und finden uns auf Irrwegen, in Sackgassen oder
ausweglosen Situationen wieder. Kennen wir nicht alle die Sehnsucht nach
einem Navi, das uns in solchen Momenten wieder auf den Weg bringt? |
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Unsere lieben
Verstorbenen haben ihren Weg schon beendet und hoffentlich ihren Platz bei
dir gefunden. Könnte ihr Leben auch uns Orientierungshilfe sein? |
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Beim Vaterunser reichen sich alle die Hand und zeigen so ihre Verbundenheit untereinander und mit Gott. Als Schlusstext wird das Gebet "Gott meiner Wege" gesprochen. |
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Gott meiner Wege
Gott meiner Wege, du kennst die Wege, die hinter mir liegen, und die, die die noch vor mir sind. Du weißt um die Erfahrungen, die ich gemacht habe, um die vielen Dinge, die ich auf meinem Weg gelernt habe, und die vielen schönen Stunden, die guten Erinnerungen und Begegnungen und um die dunklen, einsamen Stunden, in denen ich nicht wusste, wie es weitergehen kann.
Gott meiner Wege, ich glaube daran, dass du die Wege meines Lebens mitgehst, dass ich dir begegnen kann, deiner Zuneigung, deiner Hilfe, deinem Trost und deiner Liebe in den Menschen an meinem Weg: Den Menschen, die mich begleiten, denen ich begegne, um die ich mich sorge, mit denen ich rede.
Gott meiner Wege, du kennst auch all die Irrwege und Sackgassen meines Lebens, die Situationen, in denen ich mich verrannt habe, die Chancen, die ich nicht nutzen konnte, die Fehler, die meinen Weg säumen.
Gott meiner Wege, ich bitte dich um deinen Beistand auf allen Wegen meines Lebens. Ich bitte dich um Vergebung für das, was nicht gelingt. Ich bitte dich um Augen und ein Herz, die die Chancen und Möglichkeiten wahrnehmen, die am Weg liegen. Ich bitte dich um Kraft, meinem Weg eine neue Richtung zu geben, wenn es nötig ist. Ich bitte dich um Mut und Phantasie, auch einmal ungewohnte Wege zu gehen. Ich danke dir für meinen Weg, für die Menschen, die ihn mit mir gehen, die mir Begleiter, Raststätte, Quelle, Stütze und Orientierung sind und waren.
Ich danke dir, Gott meiner Wege |
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Was wäre ein Revival-Gottesdienst ohne Musik?! So traten auch in diesem Jahr wieder Chor und Band unter der Leitung von Ulla Mönter in Aktion und begleiteten den Gottesdienst mit Liedern, die schon vor vielen Jahren die Akteure begeistert hatten. Der Funke ihrer Begeisterung sprang über auf die Gottesdienstbesucher, und so blieben noch viele nach Beendigung der Messfeier in der Kirche, um noch ein wenig länger in der Erinnerung an vergangene Zeiten zu verweilen. |