Internationale

Messdiener-Wallfahrt
nach Rom vom 1. bis 8. August 2010

11 Mutige aus unserer Gemeinde machten sich
auf den Weg in die Ewige Stadt

 

Am 1. August war es soweit: Nach Monaten voller Vorfreude ging es frühmorgens um 7.30 Uhr unter dem Motto “Aus der wahren Quelle trinken” mit dem Bus los Richtung Rom. Der Weg war schnell gefunden, denn wie wir schließlich alle wissen: Alle Wege führen nach Rom! Dank der Vorfreude, netten Mitfahrern und einem klimatisiertem Bus war auch die 26-stündige Fahrt zwar anstrengend, aber erträglich. Schließlich sind wir alle wohlbehalten, wenn auch müde und kaputt, in Rom angekommen. Jedoch nicht ohne während der langen Fahrt in Freiburg eine Pause zu machen und im dortigen Münster (Dom) eine Messe mit allen Pilgern aus dem Bistum Münster (hierbei ist immer der Münsteraner Teil gemeint) zu feiern.
Nach einer Pause, die wir im Hotel mit Duschen und Ausruhen verbracht und erste Erfahrungen mit dem neuen Pilgertuch gemacht haben, ging es dann auch gleich los - Stadtbesichtigung! Mit einem Führer wurde das Kolosseum und das Forum Romanum erkundet, wobei wir auch erfahren haben, warum alle Wege nach Rom führen:

Kaiser Augustus ließ im Jahre 20 vor Christus einen vergoldeten Bronze-Wegweiser mitten in Rom auf dem Forum Romanum errichten. Auf diesem waren die Hauptstädte aller römischen Provinzen mit ihrer jeweiligen Entfernung  von Rom zu lesen. Von diesem Wegweiser ist heute nur noch der Sockel übrig geblieben.

Auch konnten wir uns freuen, dass wir die Motive, die auf den italienischen 5- und 50-Cent-Stücken (Kolosseum und Reiterstatue des Kaisers Marcus Aurelius) abgebildet sind, nun endlich auch real gesehen haben.

Nach der Führung ging es dann zum gemeinsamen Abendgebet nach “Santa Maria in Trastevere“, zu dem, wie jeden Abend während der Wallfahrt, alle Pilger aus dem Bistum eingeladen waren. Diese Abendgebete waren sehr abwechslungsreich und gut gelungen. Ob man nun Papierflieger bauen musste, auf dem 10 Dinge über Jesus und seine eigene E-Mail- Adresse stand und diesen dann quer durch den Kirchenraum fliegen lassen musste, oder seinen Nachbarn anlügen (dieser musste aus 3 Fakten über sich selbst die Lüge erkennen!): alles war dabei. Auch gab es ein Festival-Bändchen mit der Aufschrift “Kraftquelle”, das von allen Pilgern gerne am Handgelenk getragen wurde. Im Anschluss bot die Band, die mitgekommen war und in jedem Gottesdienste spielte, noch an, auf dem Vorplatz der Kirche zu musizieren und mitzusingen, was auch von sehr vielen angenommen wurde.


Den Abend ließen einige im Hotel ausklingen, während die anderen noch Rom bei Nacht genossen und so unter anderem noch den Petersplatz und die Piazza Navona mit dem berühmten Vierströmebrunnen von Bernini gesehen haben.

Am nächsten Morgen ging es dann - halbwegs ausgeschlafen - direkt mit einer Führung weiter. Wir besuchten die zweitgrößte Kirche Roms: “San Paolo fuori le Mura” (für die, die kein italienisch können: “Sankt Paul vor den Mauern”), die - wie der Name schon sagt - dem Apostel Paulus gewidmet ist und über seinem Grab erbaut wurde. Sie ist eine der sieben Pilgerkirchen Roms, zu denen auch der Petersdom gehört. Zudem besuchten wir noch andere Kirchen und den “Circus Maximus”. In Sankt Paul vor den Mauern gibt es Abbilder von jedem Papst. Angefangen von dem ersten Bischof von Rom - Petrus - bis hin zu unserem heutigem 265. Papst Benedikt XVI.

Am Abend gab es dann den ersten gemeinsamen Programmpunkt auf dem Petersplatz, zu dem alle Pilger eingeladen wurden. Es wurde ein Wortgottesdienst in mehreren Sprachen gefeiert. Alle waren hoher Freude, als St. Marien in Großaufnahme auf den Bildschirmen des Petersplatzes erschien. Den Abend ließen wir gemeinsam beim Hotel ausklingen. 

Am dritten Tag war es endlich so weit: Wir werden den Papst sehen! Bereits frühmorgens ging es los, um auf dem Petersplatz möglichst weit vorne zu sitzen. So gab es das Frühstück schon um 7 Uhr, um danach so schnell wie möglich zum Petersplatz zu gelangen.

Dort angekommen stellte sich auch freundlicherweise heraus, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hatte, und wir konnten den Papst in humaner Entfernung beobachten. Nach etwa fünf Stunden in der prallen Sonne auf dem Petersplatz, während der gesungen, gelacht und gefeiert wurde, stand für die meisten nach der Audienz jedoch erst einmal der Rückweg zum Hotel auf dem Plan, um sich ein wenig frisch zu machen.

So teilte sich die Gruppe und Rom wurde getrennt besichtigt oder man ruhte sich im Hotel aus. Am Abend stand wieder ein gemeinsames Abendgebet aller Pilger aus dem Bistum Münster auf dem Plan.

Den Rest des Abends verbrachten einige bei einem gemeinsamen, typisch italienischen Essen mit Pizza, andere genossen noch einmal die wunderbare nächtliche Atmosphäre Roms.

Am nächsten Morgen stand ein gemeinsamer Gottesdienst in der Kirche Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio (kurz: Sant Ignazio) auf dem Plan: Auch wieder ein sehr gelungener Gottesdienst.

Danach machten wir uns auf den Weg zur Besichtigung des Petersdoms. Die Mächtigkeit des Petersplatzes ließ uns bereits auf die Größe des Petersdoms schließen. Als wir schließlich die Sicherheitsschleuse und Kleider-Kontrolle (Schultern und Knie müssen bedeckt sein) passiert hatten und im Dom standen, wurde uns das gewaltige Ausmaß der Kirche erst bewusst.

In dieser Kirche haben theoretisch 60.000 Menschen Platz und sie gehört somit zu den größten Kirchen der Welt. Insgesamt ist der Bau 132,5 Meter hoch, 211,5 m lang und 27,5 m breit (Querschiff sogar 138 m). Die Marienkirche würde hier deutlich über 10 mal hineinpassen.

Wir machten einen Rundgang, vorbei an Michelangelos Pietà und diverse Statuen von ehemaligen Päpsten. Der Baldachin über dem Papstalter allein ist schon 29 Meter hoch.

Nach dem Petersdom besichtigten wir noch die Papstgräber, da uns die Schlange vor dem Aufgang zur Kuppel des Domes und der damit verbundene Zeitaufwand zu sehr abschreckte und wir einstimmig beschlossen, dies nicht zu tun.

Nach der Besichtigung wurde auf Wunsch die Kirche Santa Maria della Concezione besucht, in deren Krypta sich ein Ossuarium befindet. Hier sind die Wände eindrucksvoll „geschmückt“ mit den Gebeinen von toten Kapuzinermönchen.

Danach wurde noch das Pantheon besucht und anschließend in der größten Eisdiele Roms Eis gegessen. So gab es dort Geschmackssorten wie Lakritz, Schwarzwälder-Kirsch-Torte, Chili-Schokolade, etc. Insgesamt gibt es dort über 100 Geschmacksrichtungen.

Am Abend trafen wir uns abermals zum gemeinsamen Wortgottesdienst in Santa Maria in Trastevere und zum Singen auf dem Vorplatz.

Den Abend ließen wir wieder unterschiedlich ausklingen. Die einen mit einem gemeinsamen Abendessen, die anderen auf der Suche nach Unterhaltung.

Am Freitag und damit dem letzten Tag in Rom stand die Besichtigung der Domitilla-Katakomben auf dem Plan. In dieser feierten wir zunächst die hl. Messe; im Anschluss gab es einen gelungenen Lichtbildvortrag und wir besichtigten dann in Gruppen die unterirdischen Gänge.

Den Nachmittag konnte man alternativ am Strand Ostia, im Tivoli-Park außerhalb Roms oder in der Sommerresidenz des Papstes in Castel Gandolfo verbringen. Die Mehrheit entschied sich für den Strand, zwei für den Park. Beide Gruppen fanden den Nachmittag toll. Während die zwei im Park keine Beschwerden zu melden hatten, klagte am Abend jedoch nahezu jeder, der am Strand war, über den einen oder anderen kleinen oder großen Sonnenbrand, der sich jedoch erst auf der Rückfahrt im Bus richtig bemerkbar machte.

Als wir uns alle am Abend wieder trafen, stand noch einmal der Wortgottesdienst in Santa Maria in Trastevere, ein schönes, herzhaftes gemeinsames Abendessen und die Besichtigung des Trevi-Brunnens auf dem Plan, ehe wir dann das letzte Mal in die U-Bahn in Richtung Hotel einstiegen und den Abend gemeinsam vor dem Hotel mit anderen Gruppen, die wir während der Zeit in Rom kennen gelernt hatten, gelassen ausklingen ließen.

Der Heimweg begann am nächsten Tag frühmorgens um 7 Uhr mit dem Frühstück, ehe dann 5 Busse aus dem Bistum Münster wieder Richtung Deutschland aufbrachen. Diesmal legten wir in Lugano einen Stopp ein und feierten dort zum letzten Mal auf dieser Fahrt einen Gottesdienst im dortigen Dom. Danach ging es auch sofort weiter, bis wir schließlich niedergeschlagen und müde um 13.00 Uhr wieder in Emsdetten ankamen.

Ab hier trennten sich die Wege unserer Gruppe, die sich in den letzten Tagen doch sehr gut kennen gelernt hatte, und jeder ging von hier an wieder seinen eigenen Weg.

 

BIS ZUM NÄCHSTEN MAL!!!

 Bericht: Marvin Büsscher
Fotos: David Walter, Marvin Büsscher

 

 

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