"Es gibt einen,

 der mich festhält!"

 

Firmung in St. Marien am 9. Dezember 2007

 

"Es gibt einen, der mich festhält!" das war der Leitgedanke, unter dem sich 77 Jugendliche aus St. Marien am vergangenen Sonntag um 10.30 Uhr in der Marienkirche zusammen mit ihren Angehörigen und Paten eingefunden hatten, um das Sakrament der Firmung zu empfangen. Schon im Herbst waren 125 Jugendliche im Alter von 15 Jahren angeschrieben worden, um sich zusammen mit dem Katechetenteam unter der Leitung unseres  Pastoralreferenten Frank Nienhaus auf das Sakrament der Firmung vorzubereiten.
Nachdem in der Vorbereitungszeit die Themen "Ich, mein Leben", "Jesus, begeisternder Mensch oder Gottes Sohn" und "Die Frage nach Gott" bearbeitet worden waren, schloss sich ein Firmwochenende in Burlo an. Nach einem letzten Treffen zum Thema "Heiliger Geist, Kirche und Sakrament" fand am 4. Dezember ein Versöhnungsabend statt, der auf die feierliche Firmung durch Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst am 9. Dezember vorbereitete.

 

Nachdem die Jugendlichen den Bischof an der Sakristei abgeholt haben, ziehen sie in einer feierlichen Prozession in die voll besetzte Kirche ein.

 

Pfarrer Christoph Rensing begrüßt neben allen Anwesenden besonders den vormaligen für die Kreisdekanate Steinfurt und Borken zuständigen  Weihbischof Franz-Peter Terbartz-van Elst als neu ernannten Bischof von Limburg und heißt ihn in St. Marien ganz herzlich willkommen (links). Auch die Firmkandidaten/innen begrüßen den Bischof und bitten Ihn um das Sakrament der Firmung (rechts).

 

Bischof Therbartz-van Elst begrüßt seinerseits die Gemeinde (links): "Gottes Blick ist auf uns gerichtet, seine Zusage ist treu, in diesem Bewusstsein lasst uns den Gottesdienst beginnen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes". Die Lesung (Jes 11, 1-10) wird von Katharina Winter, eine der Firmkandidatinnen, vorgetragen.

 

"Das Gesicht eines Menschen  ist eine Botschaft", mit diesen Worten leitet Bischof Therbartz-van Elst seine Predigt ein. Das Wort "Gesicht" komme aus dem Mittelhochdeutschen und bedeute  "Anblick". Das müsse man in zwei Richtungen sehen: vom anderen zu mir und von mir zum anderen. In diesem Zusammenhang berichtet der Bischof von einem Besuch in Ghana. Dort feiere man in diesem Jahr das 100jährige Jubiläum der Christianisierung des Landes. Die Missionare seien den Einheimischen nicht hoch zu Ross von oben herab entgegengetreten, sondern vom Pferd herabgestiegen, um von Angesicht zu Angesicht auf gleicher Augenhöhe das Gespräch zu suchen.
Bei seinem Besuch habe er ein T-Shirt (links) geschenkt bekommen mit Motiven aus der 100jährigen Geschichte des Christentums in Ghana. Als er es wie viele andere übergezogen habe, habe er gespürt, was Glauben bedeute. "Gott schaut euch an mit einem Blick, der euch versteht", wendet er sich an die Jugendlichen, "er hält euch fest!".
Als Jesus auf dem Berg Tabor gebetet habe, habe sich sein Gesicht verändert: Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne... "Auch die Firmung  ereignet sich an euren Gesichtern. Gott blickt euch dabei ins Herz. Er sucht eine Antwort. Gott sucht euer Gesicht!" mit diesen Worten schließt Bischof Therbartz-van Elst seine Predigt.

 

Nachdem der Bischof den Heiligen Geist auf die Jugendlichen herabgerufen hat, firmt er sie. Dazu zeichnet er dem Firmling mit Chrisam das Kreuz auf die Stirn und spricht dabei die Worte: " SEI BESIEGELT DURCH DIE GABE GOTTES, DEN HEILIGEN GEIST."

 

Da ist er


Was wird wohl passieren, wenn ich Gott erwähne?
Wirst Du mich belächeln oder doch verstehen?
Kann es sein, dass es nicht gibt,
wofür 's tausend Namen gibt?
 

Es gibt einen, der mich festhält!

Ich bin sein, weil er zu mir hält.

Das ist er.

Es gibt einen, der mich festhält,

ich bin sein, weil er zu mir hält. Das ist er.
 

Wer kann locker leicht an meiner Seite sein?
Wer gibt rote Karten und kann doch verzeihen?
Sag mir wer, wenn nicht er!
Wo wär ich, wenn er nicht wär?
 

Es gibt einen, der mich festhält!

Ich bin sein, weil er zu mir hält.

Das ist er.

Es gibt einen, der mich festhält,

ich bin sein, weil er zu mir hält. Das ist er.
 

Wenn es Gott nicht gibt, warum taucht er immer auf?
Wenn es Gott nicht gibt, wer hebt mich wohl immer auf?
Sag mir wer, wenn nicht er!
Wo wär ich, wenn er nicht wär?
 

Es gibt einen, der mich festhält!

Ich bin sein, weil er zu mir hält.

Das ist er.

Es gibt einen, der mich festhält,

ich bin sein, weil er zu mir hält. Das ist er.

 

Nachdem alle Jugendlichen gefirmt sind, trägt Dietmar Rosbicki, einer der Katecheten, das Lied "Da ist er" vor. Es trifft genau die Situation der Jugendlichen und beinhaltet den Leitsatz des diesjährigen Firmkurses. Die Gottesdienstbesucher sind von dem Vortrag begeistert und danken dem Solisten mit spontanem Applaus.

 

In den Fürbitten beten die Firmlinge um Gottes Hilfe in schwierigen Situationen und darum, dass die während des Firmkurses gewachsenen Kontakte nicht in Vergessenheit geraten und sie den Glauben auch in Zukunft  bewahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gebet nach der Kommunion:

Du bist der, der mich festhält. Jesus hat sein Leben geopfert, um uns zu schützen - er hat für uns Leid erfahren. Die Menschen, denen er begegnet ist, haben neue Hoffnung geschöpft. Auch nach unserer Firmung wollen wir auf Gott vertrauen, damit er uns den Weg weist. Lass uns wie Petrus den Heiligen Geist empfangen und den Glauben an Jesus nicht verlieren. Bleib auch weiterhin an unserer Seite und weise uns den Weg.

Amen

 
Nachdem sich der Bischof bei allen, die an der Vorbereitung des Gottesdienstes beteiligt waren, bedankt hat, erteilt er den Schlusssegen.
 

Der Firmgottesdienst endete mit dem Lied "Die Sache Jesu braucht Begeisterte". Danach gab es verdienten Beifall der ganzen Gemeinde für die hervorragende Gestaltung und für alle, die sich in besonderer Weise für die Vorbereitung der Firmung und für den Ablauf dieses Tages eingesetzt hatten.

 

Besondere Erwähnung verdient in diesem Zusammenhang das Katechetenteam unter der bewährten Leitung von Pastoralreferent Frank Nienhaus, das sich aus Anlass dieses Gottesdienstes zu einer "Spontan-Musikgruppe" aus Chor und Band zusammengefunden hat. Im Chor auch unser zukünftige Diakon  Andreas Britzwein, der eigens zu diesem Anlass aus Münster angereist ist.

 

Hier die Namen unserer Firmlinge:
Kai Wüller, Justyna Wolska, Janine Wiege, Marius Westers, Christina
Weß, Anne Wermers, Marco Wennemers, Greta Wedi, Leonie Wedi, Alice Ventker, Michael Tuttmann, Julian Theune, Patrick Storp, Maren Storp, Nadine Stegemann, Robert Springer, Nico Spieker, Julian Sielenkämper, Sina Schulze, Marcel Schröer, Marcel Schoppe, Katharina Schmitt, Lilli Schmidt, Katrin Rengers, Hannes Recker, Rena Preckeler, Tobias Preckeler, Eva Possemeyer, Hannes Plagge, Marlen Ortmeier, Stefan Nordhoff, Marius Neugebauer, Leoni Möllmann, Alexandra Möllering, Eva Minnerup, Lena Minnerup, Mike Menzel, Nick Meiners, David Majkrowitz, Maren Lompa, Lukas Krien, Saskia Kosen, Pia Kollosch, Stephanie Kolewe, Stefanie Kern, Eileen Keizers, Kira Kattenbeck, Lena Kamp, Lena Jürgens, Laura Hölscher, Lutz Holöchter, Julia Hoffmann, Mären Hoebink, Julian Hinkemann, Julia Heitjans, Fabian Hauser, Linda Hartwig, Julia Hannemann, Pia Gremme, Laura Gallitano, Stefanie Fontein, Justus Feldhaus, Carina Conzen, Maximilian Christ, Marvin Büsscher, Timotheus Büchter, Julia Brumley, Janina Bruch, Benedikt Bruch, Kirsten Bosse, Wendy Boße, Anna Berning, Silke Beckmann, Inga Aschhoff, Martina Ansmann, Julia Anders, Tim Ahmann

 
Unser Katechetenteam:

Kpl. Vasilica Pana, Kerstin Albers, Heinz Knappheide, Verena Albers, Kiki Hartmann, Dorothee Elfrich, Margi Gufler, Marlen Hermeler, Dennis Lappe, Astrid Albers, Katharina Winter, Anja Westers, Frank Nienhaus, Jan Plagge, Dietmar Rosbicki, Andreas Britzwein