|
Wir bauen eine Brücke |
![]() |
|
Die "Alltagsmenschen" auf dem Rathausplatz ließen sich
weder durch die farbenprächtigen Aufzüge der Stadtprozessionen noch durch
die Anwesenheit des Bürgermeisters und vieler geistlicher Herren aus ihrer
stoischen Ruhe bringen. Sie wandten dem Geschehen am Altar demonstrativ den
Rücken zu. Nicht so die Gottesdienstbesucher, die aus allen Pfarrbezirken
der Stadt zum Rathausplatz gekommen waren, um das Gelübde zu erfüllen, das
ihre Vorfahren vor vielen hundert Jahren abgelegt hatten. Sie hörten
interessiert den Ausführungen des Stadtdirektors zu und verfolgten
aufmerksam die Predigt von Pfarrer Christoph Rensing. |
|
Besonders für die Kleinen ist gesorgt. An verschiedenen Ständen können sie spielen, kneten oder sich sonst beschäftigen. |
|
Während die Kinder spielen, haben einige Gemeindemitglieder mit ihren Pastören einen Kreis gebildet, um schon einmal das gemeinsame Schunkeln zu üben. Es klappt mit Unterstützung des Kolping-Blasorchesters auf Anhieb. |
|
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Es gibt Gegrilltes und Reibeplätzchen. Alles schmeckt vorzüglich. |
|
Langsam nähert man sich dem Höhepunkt der Veranstaltung, dem "Spiel ohne Grenzen". Schnell werden zwei Mannschaften gebildet: die Rote Gruppe (St. Marien) und die Blaue Gruppe (St. Pankratius). |
|
|
Beim ersten Spiel müssen die Teilnehmer Kartoffeln mit Hilfe eines Löffels weiterzureichen und am Schluss in einem Eimer zu sammeln. Eine gar nicht so leichte Aufgabe, wenn es darum geht, möglicht viele Kartoffeln in kurzer Zeit in den Eimer zu befördern. Dies Spiel kann die Gelbe Gruppe eindeutig für sich entscheiden. |
|
Beim nächsten Spiel sollen die Teams Fragen durch Zuruf beantworten. Wer die richtige Antwort zuerst weiß, bekommt die Punkte zugesprochen. |
|
Unsere Seelsorger verfolgen das Geschehen mit viel Spaß. Beim nächsten Spiel treten sie selbst in Aktion. |
|
Es geht darum, einen Begriff, der nur den Hauptamtlichen gezeigt wird, entweder pantomimisch, zeichnerisch oder durch Umschreibungen darzustellen. Das Team, das den dargestellten Begriff zuerst rät, bekommt die Punkte. Wie er umschrieben werden muss, entscheidet der Würfel. |
|
|
|
Hier muss Pfarrer Weßel den Begriff "St. Konrad" pantomimisch darstellen. Das scheint nicht ganz leicht zu sein. Das dritte Foto bringt die Lösung: St. Konrad liegt dahinten. |
|
|
Da hat es Pfarrer Rensing ein bisschen leichter. Was er hier zeichnerisch darstellt, ist klar: Kirchenbesucher. |
|
Diakon Liesenkötter bekommt die Aufgabe, den Begriff "Chormusik" mit Gesten zu erklären. Er erledigt seine Aufgabe mit Bravour. |
|
|
|
Nun kommen wir zum Höhepunkt des Spiels ohne Grenzen. Es geht darum, mit Hilfe von Stäbchen und Gummibändchen eine Brücke zu bauen, die von einer Bank zur anderen reicht. Mit Feuereifer machen sich die Teams an die Arbeit. Ganz unterschiedliche Techniken werden erprobt. Nicht immer hält die Konstruktion auf Anhieb, aber die Konstrukteure geben nicht auf und versuchen es erneut. Schließlich ist die Brücke fertig. Die Brückenbauer sind sichtlich zufrieden und begutachten mit Wohlgefallen ihr Werk. |
|
Gewonnen haben aber auch alle, die an der Vorbereitung und Durchführung des Begegnungsfestes beteiligt waren. Es war eine gute Idee, die Stadtprozession mit einem Begegnungsfest zu verbinden. So sind viele Gemeindemitglieder beider Emsdettener Pfarren aufeinander zugegangen und haben Brücken gebaut. Wenn alle Beteiligten guten Willens sind und auch weiterhin daran arbeiten, dass die im Jahre 2012 bevorstehende Fusion gelingt, wird es keine Verlierer, sondern nur Gewinner geben. |
|
Werner Schröder |